Kultur der Wikinger

Wikingerzeit - KulturDie Wikinger gelten bis heute als unerschrockene, kampflustige Barbaren, die mit ihren zahlreichen Raubzügen quer durch Europa andere Völker in Angst und Schrecken versetzten. Dennoch hatte die Kultur der Wikinger auch einiges in Hinsicht auf Religion und Mythologie, Kunst und Literatur vorzuweisen, was zeigt, dass sie weit mehr als ein Volk wilder Plünderer waren.

Glaube

Die Wikinger glaubten an mehrere Götter, die sie in Asen und Wanen einteilten. Die starken Asen, wie Thor und Bragi, lebten in der Götterburg Asgard und ihr Vater war Odin. Die Geschichte und der Untergang ihrer Götter wird in der Sage des Ragnarök beschrieben. Als Yggdrasil bezeichneten die Wikinger den Weltenbaum, der als Sinnbild ihres Kosmos stand. Neben ihren Göttern verehrten die Wikinger auch ihre Toten, die sie mit wertvollen Grabbeigaben in Schiffen begruben. Mehr zum Thema Glaube der Wikinger...

Kunst

Die Kunst der Wikinger war sehr vielseitig und war meist auf Alltagsgegenständen, Waffen, Schiffen und Schmuckstücken zu finden. Die Wikinger verzierten ihr Hab und Gut mit Tiermustern, Rankenornamenten und anderen Schnitzereien und achteten dabei sehr auf Detailtreue. Oft erzählten ihre Kunstwerke eine Geschichte und stellten das Leben ihres Volkes dar.

Literatur

Die Dichtkunst wurde von den Wikingern als ein kostbares Geschenk der Götter angesehen und stand somit in hohem Ansehen. Dichter, die an den Höfen der mächtigen Wikingerfürsten vortrugen, wurden Skalden genannt. Diese zeigten ihr Talent anhand ihrer improvisierten Gedichte, in denen sie Alltagsbegriffe mithilfe blumiger Umschreibungen ausdrückten und ihre Fürsten in hohen Tönen priesen.

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